Medizinische Betreuung

Medizinische Betreuung von Pferden 

Für Pferdebesitzer gehört es zum Alltag der täglichen Pflege routinemäßig Medikamente in der einen oder anderen Form zu verabreichen.
Die häufigsten Anwendungen umfassen eher harmlose Dinge, wie das Anlegen von Beinschienen, das Einreiben mit diversen Wurmmittel zur Steuerung von Parasiten, sowie das Auftragen von Fliegenabwehrmittel.
Zusätzlich zu dieser Routine, findet der Pferdebesitzer es notwendig, kompliziertere Medikamente zu verabreichen, wenn er sich mit der Verhütung von Krankheiten oder der Behandlung von Verletzungen, Infektionen oder Krankheiten konfrontiert sieht.
 
Was ist eigentlich Medizin?

Auch bei Pferden sind Medikamente wie Beruhigungsmittel oder Aufputschmittel manchmal notwendig. Was sind nun genau Medikamente/Arzneimittel oder Drugs, wie sie etwas bedrohlicher im angelsächsischen Raum genannt werden?
Per Definition ist es jede chemische Verbindung, die dem Tier verabreicht wird, um einen therapeutischen Nutzen zu liefern.
Allerdings gibt es einen aktuellen Trend in den Vereinigten Staaten, um Pflanzen- und Tierteile, die in einer gesamten organischen Form bestehen, auszuschließen.
Die amerikanische Lebensmittel- und Arzneimittel Behörde stuft nur die purifizierte Verbindung, welche aus Pflanzen- und Tierteilen extrahiert - oder im Labor synthetisierte Kopien oder Erweiterungen davon -  als Arzneimittel ein. 
Die gesamte unveränderte Form, die oft viele aktive und inaktive biochemischen Substanzen enthält, wird demnach nicht als Arzneimittel sondern als Nahrungsergänzungsmittel bezeichnet. 
Manche Medikamente beeinflussen die Gesundheit durch Veränderung natürlicher Prozesse im Körper, beispielsweise durch Kontrolle der Entzündung oder Schmerzen.
Andere Arzneimittel entfernen infektiöse Organismen und Parasiten, bevor sie im Körper Schaden anrichten können.
 
Wenn richtig verschrieben und verabreicht, sind Medikamente eine geschätzte Waffe gegen viele Pferde - Krankheiten und Verletzungen.

Machen Sie Ihre Hausaufgaben 

Es ist allerdings die nicht immer einfache Aufgabe der Eigentümer, sicherzustellen, dass jede Droge, in der jeweils richtigen Dosierung verabreicht wird und geeignet ist für den Zustand des Pferdes, wie von einem Tierarzt bestimmt. 

Zum Beispiel Neomycin ist ein Antibiotikum, das manchmal zur Behandlung von bakteriellen Durchfallerkrankungen bei Fohlen verwendet wird, aber nutzlos bei der Behandlung anderer Infektionen von Körpergewebe ist und das aufgrund seiner schlechten Resorption durch den  Darm.
Ihr Tierarzt wird es natürlich wissen, aber ein gewissenhafter Besitzer sollte über alle Medikamente, die er seinen Tieren verabreicht, so viel wie möglich in Erfahrung bringen.

Sie denken, dass ist logisch? Ja, da haben Sie recht, doch die Praxis sieht oft anders aus. 

Im Krankheitsfall des Tieres bekommen Sie Medikamente von Ihrem Tierarzt verschrieben. Das Tier erholt sich, dem Himmel sei Dank rasch und das Medikament bleib „übrig“.
Weggeschmissen wird es kaum, es kommt aller Wahrscheinlichkeit nach in den Schrank, wo es darauf wartet wieder zum Einsatz zu kommen.

Oft verrotten die Medikamente, laufen ab, oder werden nochmals auf eigene Faust und ohne Konsultation des Arztes verabreicht, da der Pferdebesitzer mit ähnlichen Symptomen wie beim ersten Fall konfrontiert ist. Dies kann sehr problematisch sein und zu erheblichen Komplikationen führen.
Es ist wie mit den Steuern behalten sie den selber immer den Überblick , aber konsultieren Sie bei konkreten Fragen immer den Spezialisten und lernen Sie gleichzeitig so viel wie möglich über Tier und Medikament.

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